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Claudia Krüger schrieb am 01.08.2007 zum Thema: Allgemeines,Print.

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Herausforderung: Integration eines Spendenüberweisungsträgers

Überweisungsträger im Flyer der Diakonie Mitteldeutschland

Die Diakonie Mitteldeutschland beauftragte uns mit der Gestaltung Ihres Flyers zum Projekt: „Kindern Urlaub schenken“. Darin sollte ein Überweisungsträger mit den entsprechenden Daten zum Projekt abgebildet sein, der auch in der Praxis verwendbar sein sollte.

Schritt 1:

Ich ging zu meiner Hausbank, um mich zu informieren, ob ich einen „Spendenüberweisungsträgervordruck” bekommen könnte und wie ich diesen in Zusammenhang mit der Einbindung in einen Flyer verwenden muß.

Da saß eine junge Frau, die mir gern auf meine ungewöhnlichen Fragen Antwort geben wollte und auch tat. Jedoch waren diese sehr unbefriedigend. Vordrucke solcher Art gibts nicht. (?) Wenn es welche gäbe, würde diese Bank sie aufgedruckt auf einen Flyer nicht akzeptieren. (?) Jetzt war ich aber schlauer… Es muß so etwas geben, sonst würden es andere nicht ebenso handhaben.

Ich nahm also einen normalen Vordruck mit Durchschlag/Quittung mit, um ihn gegebenenfalls einzuscannen und in Photoshop® oder Illustrator® nachzubearbeiten, damit er den Vorstellungen des Kunden entspricht. Doch zuvor mailte ich meine Erfahrungen des Tages unserem Auftraggeber. Dieser verwies mich an die Konkurrenz. Da hat man auch einen Flyer mit Überweisungsträger erstellt und sich nicht um die Bedenken der Bank gekümmert.

Gut, das wollte ich auch tun. Netterweise bekam ich den „alten” Flyer und damit eine vektorisierte Vorlage eines solchen Überweisungsträgers zugeschickt. Juhu! Dankeschön!

Schritt 2:

Das Internet hilft auch weiter. Zum Thema fand ich zumindest heraus, dass man sich bei…

Doch das alles nützte mir für unser Projekt überhaupt nichts.

Zwischenfazit:

Die Bankdamen haben keine Ahnung von solchen Dingen, sind noch dazu unvermögend, mich an kompetente Ansprechpartner zu verweisen. Sie sollten sich doch eigentlich freuen, wenn jemand wie ich nach so etwas fragt, es geht doch um Ihre Kundschaft.

Schritt 3:

Also machte ich mich ganz unbescholten ans Werk und setzte die Bilder, Texte und das Formular in ein Layout entsprechend des Kundenwunsches für einen Faltflyer ca. DIN lang (die Breite des Überweisungsträgers weicht etwas ab). Dabei ist ganz wichtig, dass die Rückseite eines Überweisungsträgers nicht bedruckt sein darf.

Am Abend zog ich noch meine Schwiegermutter (als Katalogexpertin :-) zu Rate, um herauszufinden, welches Papier diverse Unternehmen verwenden, da ein Flyer in 80g oder 90g Papierstärke nicht besonders wertig erscheint. Am nächsten Tag überbrachte sie mir einige Beispiele. Diese waren sich alle sehr ähnlich und erschienen in einer Stärke von schätzungsweise 90-100g auf mehr oder weniger weißem Naturpapier.

Hm… das stellte mich nicht zufrieden. Ich mußte herausfinden, bis zu welcher Stärke eine Bank diese Überweisungsträger akzeptiert bzw. was mir die Druckerei bei solch geringer Papierstärke auf normalem Offsetpapier empfehlen kann.

Nach der Abnahme des Layouts und Versand der Datei in die Druckerei machte ich mich auf dem Weg zum Andruck. Wir hatten uns nach einigen Überlegungen gegen ein teures Spezialpapier für Überweisungsträger (90g) entschieden und begannen auf 100g Offset weiß zu drucken. Die Brillanz der Bilder und Farbflächen reicht nicht an die eines auf entsprechendem Standard 135g oder 170g Flyerpapier gedruckten Dokumentes, ist aber akzeptabel. Da ich sehr dezente Flächenfarben lebhaften Bildern gegenüberstellte, hatte ich die Befürchtung, dass die Bilder jeweils auf Vorder- oder Rückseite durchscheinen könnten. Aber dies war nicht der Fall. Und ich war für’s Erste erleichtert.

Ergebnis:

So, nun ist der Flyer gedruckt und verteilt, und ich habe ein positives Feedback vom Kunden erhalten, dass der Versand an unterschiedliche Einrichtungen reibungslos verlief und die Qualität des Flyers im Endergebnis überzeugt.

Ich warte nun nur noch auf meine Probeexemplare vom Auftraggeber, denn ich möchte es mir nicht nehmen lassen, selbst mal mit dem Flyer in die Bank zu stürmen und den einen oder anderen Euro zu spenden – nur um zu sehen, ob’s geht.


2 Antworten auf „Herausforderung: Integration eines Spendenüberweisungsträgers”

  1. Beate Krahl schrieb am: 18. Oktober 2012 um 14:10

    Hallo Frau Krüger,
    ich als Grafikerin stehe ebenfalls vor solch einem Problem.
    Faltblatt mit Überweisungsträger – nun gut ich werde mich wie Sie der Herausforderung stellen.
    Viele Grüße aus Griesheim
    Beate Krahl

  2. Jasmin schrieb am: 13. Oktober 2013 um 16:10

    Hallo Frau Krüger,
    ich bin auch gerade dabei einen Infoflyer mit Überweisungsträger zu erstellen
    nun habe ich aber auch ein Beispiel gesehen bei dem auf die Rückseite des Überweisungsträgers wenige Worte in grau aufgedruckt wurden wäre so etwas machbar?
    und danke für die vielen Infos

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